Fragen für die Diplomabschluss-publikation

Für die Abschlusspublikation zum Masterdiplom wurden ziemliche Nussknacker-Fragen gestellt. Mitten während der Endspurtphase und knapper Deadline. Das war wie ein Gedanken-Schnappschuss, der sitzen muss. Hier sind meine Antworten zu den gestellten Fragen: 

1. Was ist deine persönliche Definition von Design?

Design ist visueller Journalismus. Als visuelle Autoren lösen und erforschen wir laufend Problematiken und Phänomene und bieten den Menschen neue und ansprechende Lösungsansätze. Das ist das, was Design von Kunst unterscheidet. Der Mensch und seine Wahrnehmung steht im Vordergrund und wird zur Interaktion und zum Perspektivwechsel aufgefordert. Design ist wie Treibstoff für den geistigen Magen und findet dennoch seine Anwendung im Alltag.

2. Mit welchen Disziplinen der Visuellen Kommunikation möchtest du dich nach dem Abschluss vertieft auseinandersetzen?

Nach dem Abschluss möchte ich weiterhin eine vermittelnde Rolle einnehmen, und mit meinen Designarbeiten Inhalte in Form von visuellem Material verständlich und erfahrbar machen.

Meine Arbeiten zeichnen sich durch Interdisziplinarität aus. Sowohl das Arbeiten mit Typographie, Illustration, Photographie und Multimediaprogrammen und weiteren kreativen Technikverfahren, als auch das Experimentieren mit den genannten Bereichen, ist die Gestaltungssprache derer ich mich in kommunikativen Prozessen bediene. Dem voran gehen das Finden von Kommunikationsstrategien und und funktionierenden Konzepten, die auf viele Bereiche anwendbar sind.

Diese Fähigkeiten möchte ich in der Erstellung von Print aber auch Webmedien im Informations- und Grafikdesign anwenden.

3. Wo fängt Verantwortung im Design deiner Meinung nach an

Die Verantwortung liegt einerseits darin, dass die  Inhalte, die durch Design vermittelt werden nicht verfälscht werden und über eine solide Glaubwürdigkeitsbasis verfügen, damit eine korrekte Meinungsbildung entsteht. Zum anderen ist die Fähigkeit, dass Design kreative und neue nie dagewesene visuelle und inhaltliche Welten schafft eine wichtige Verantwortungsrolle, die unsere Gesellschaft vorantreibt und daher immer Bestand haben muss.

4. Wie willst du mit deiner Grafik die Welt verändern?

Mit meinen Arbeiten möchte ich nicht nur ästhetische visuelle Erlebnisse schaffen. Durch meine Designarbeit soll ein  Perspektivwechsel bewirkt werden, sodass die Menschen ihr Scheuklappendenken ablegen und Facetten in ihrer Umgebeung mit anderen Augen oder bewusster wahrnehmen und eine Faszination an den Einzelheiten entwickeln, die dadurch zu Tage kommen.

5. Welchen Einfluss hast du als Gestalter*in auf gesellschaftliche und politische Strukturen?

Als Gestalterin setze ich mich vorwiegend mit Themen aus der Gesellschaft und deren Bezug zur Natur auseinander und wie diese mit der visuellen Kommunikation umgesetzt werden können. Durch meine Designarbeit nehme ich eine Position der Vermittlung und Visualisierung ein und schaffe somit mehr Interesse und Bewusstsein auf diesen Gebieten.

6. Wie positioniert sich deine Diplomarbeit gesellschaftlich?

In der gestalterischen Auseinandersetzung mit dem neuartigen und abstrakten Thema „Sinnen der Pflanzen“ findet in meiner Diplomarbeit eine Verflechtung von Gestaltung und Forschung statt. Diese ist unbedingt von Nöten und wird viel zu wenig in Verbindung mit wissenschaftlichen Erkenntnissen, in diesem Fall aus der  Pflanzenforschung, praktiziert. Dies liegt daran, dass wissenschaftliche Erkenntnisse sich viel durch Text und Zahlen artikulieren und daher auf diesen Gebieten mehr gestalterische Darstellungsweisen praktiziert werden sollten, um diesem Wissen mehr Ausdruck zu verleihen.

Das Masterprojekt bildet einen Appell an die Wissenschaft einerseits, um den Bezug des Themas zum Menschen und seiner Wahrnehmung zu stärken und andererseits ein Angebot an eine bestimmte Zielgruppe sich inhaltlich und visuell mit dem Thema auseinander zu setzen.

Wo siehst du dich in 5Jahren?

In fünf Jahren kann alles sein. Wichtig ist mir, dass ich meine fundierte Arbeitsweise und meine Gestalternatur beibehalten kann und der dadurch gebotene Mehrwert Entscheidungen und Lösungen in Arbeitsprozessen vorantreibt. Das heißt für mich auch gestalterische Entscheidungsfreiheiten zu haben. 

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